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Strategischer KI-Berater · KI/IT-Projektleiter · Trainer

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Warum ich kein KI-Tool-Implementierer sein will

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KIBefähigungStrategie

Ich kann KI-Tools implementieren. Technisch ist das kein Problem. Einen Chatbot aufsetzen, einen Workflow automatisieren, ein Dashboard mit KI-Funktionen bestücken. Das Ergebnis ist sichtbar, messbar, abrechenbar. Und in ein paar Monaten vermutlich überholt.

Denn die Entwicklung ist so schnell, dass KI-Agenten sich — wenn nicht heute, dann morgen — selbst implementieren können. Die technische Umsetzung wird zur Commodity. Was bleibt, wenn die Tools sich selbst bauen?

Die Menschen.

In meinen IT-Projekten — ob in der Mitarbeit oder im Lead — war für mich nie die Herausforderung, die beste technische Lösung zu liefern. Wenn, dann geht es vielmehr um die wirtschaftlichste Lösung. Kann der Prozess abgebildet werden? Kann die Lösung mit den geplanten Ressourcen realisiert werden? Kann der Fachbereich damit nach Realisierung und auch in Zukunft arbeiten? Wie sieht es mit absehbaren zukünftigen Prozessen aus? Lässt sich die Lösung seitens der IT gut warten? Wie sieht es mit den Folgekosten aus? Die Summe aller Anforderungen und Einflussgrößen ergibt dann die wirtschaftlichste Lösung.

Jedoch viel wichtiger aus meiner Sicht: Energie aufzuwenden, um Menschen als wichtigste Ressource an die erste Stelle zu setzen. Durch aktives Zuhören und Empathie habe ich die Brücke zwischen IT und Fachbereich gebaut. Ich habe verstanden, dass ein Projekt nicht dann erfolgreich ist, wenn die Software läuft, sondern wenn die Menschen damit arbeiten wollen.

Genau das ist es, was ich in diese so spannende und wichtige Epoche der Menschheit mitnehme. Nicht die Fähigkeit, Tools zu konfigurieren, sondern die Fähigkeit, Menschen durch einen Wandel zu begleiten, der sie verunsichert, herausfordert und gleichzeitig enorme Chancen bietet.

Künstliche Intelligenz wird über kurz oder lang (eher kurz) eine bedeutsame Instanz in unser aller Leben darstellen. Daher müssen die Menschen dazu auch befähigt werden.

KI-Befähigung bedeutet für mich: Menschen in die Lage versetzen, KI zu verstehen, einzuordnen und souverän mit ihr umzugehen. Nicht als passive Mitschwimmer, sondern als aktive Gestalter. Das geht über eine Tool-Schulung hinaus. Echtes Verständnis, für die Technologie, für die Ängste und für die Möglichkeiten.

Kurzfristige Automatisierung liefert schnelle Ergebnisse. Nachhaltige Befähigung liefert dauerhafte Wirkung. Ich habe mich für Letzteres entschieden — weil ich überzeugt bin, dass genau das den Unterschied macht. Für Unternehmen. Für Einzelpersonen. Und für die Frage, wie wir als Gesellschaft mit dieser Technologie umgehen.

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